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100 jähriges Jubiläum des KDFB - Zweigverein St. Anton Ingolstadt


100 Jahre Krankenpflegeverein und Frauenbund St. Anton

Mit einem feierlichen Festgottesdienst und einem anschließenden Festakt im Pfarrsaal feierten der Krankenpflegeverein – heute „Förderverein für häusliche Pflege und Nachbarschaftshilfe St. Anton e.V.“ – und der Frauenbund, Zweigverein St. Anton, ihr einhundert-jähriges Bestehen.

Beide Vereine wurden gegründet in der Zeit unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, als die Menschen in Deutschland und in ganz Europa größte Not litten. Der tragende Gedanke der Gründer war die Nächstenliebe. Solidarisches Denken rettete vielen Menschen das Leben und verhalf ihnen zu einem einigermaßen menschenwürdigen Dasein. Dies ist ein Gedanke, an den wir in unserer Überflussgesellschaft auch heute immer wieder erinnert werden müssen.

Diese Grundhaltung griff Pfarrer Matthias Blaha im Festgottesdienst auf mit dem Leitspruch „Rede nur von deinem Glauben, wenn du gefragt wirst – doch lebe so, dass man dich fragt.“ Auf diese Weise haben die beiden Vereine den Glauben, dessen Zentrum die Liebe ist, bezeugt und damit auch sicher andere auf diesen Glauben neugierig gemacht.

Nach dem Wortgottesdienst weihte Pfarrer Blaha die neue Fahne des Frauenbundes. Für einen feierlichen Rahmen mit einer gelockerten Grundstimmung sorgte der Kirchenchor von St. Anton mit der „Little Jazz Mazz“ von Bob Chillcott.

Nach dem Festgottesdienst hatten die beiden Vereine zu einem Festakt in den Pfarrsaal St. Anton eingeladen, den die beiden Vorsitzenden, Ursula Stachel vom Frauenbund und Stefan Hofbauer vom Förderverein, eröffneten. Dompropst Alfred Rottler würdigte in seinem Grußwort das Ehrenamt und nahm die Zusammenarbeit von Frauenbund und Förderverein in St. Anton zum Anlass, generell zu einer stärkeren Vernetzung der verschiedenen Ortsverbände einzuladen.

Der Oberbürgermeister von Ingolstadt, Dr. Christian Lösel, ging auf die segensreiche Tätigkeit der beiden Vereine ein, die im Verlauf von einhundert Jahren immer wieder neue Formen angenommen hat, doch in der geistigen Grundhaltung immer gleich geblieben ist. Hilfe ist immer dort am effektivsten, wo sich die Menschen gegenseitig stützen und nicht nur auf Hilfe vom Staat oder anderen öffentlichen Einrichtungen hoffen.

Christl Meyer und Christiane Weber, die Bezirksleiterinnen des Frauenbundes, Bezirk Ingolstadt, überbrachten die Glückwünsche des Diözesanverbandes Eichstätt.

Josef Dürr, der Geschäftsführer der Sozialstation Ingolstadt, stellte die Bedeutung der Krankenpflegevereine für die von ihm vertretene Einrichtung in besonderer Weise heraus. Durch deren regelmäßige finanzielle Zuwendungen können die Pflegekräfte ordentlich bezahlt werden und es bleibt ihnen neben der aufopferungsvollen Pflegearbeit an den Patienten auch noch ausreichend Zeit für eine persönliche Hinwendung, für ein paar aufmunternde oder tröstliche Worte.

Den Festvortrag hielt Dr. Matthias Schickel. Er bettete die Geschichte der beiden Vereine in die Entwicklung des Ingolstädter Südviertels in den letzen einhundert Jahren ein. Sein kenntnisreicher und unterhaltsamer Vortrag schlug die Anwesenden bis zum letzen Wort in seinen Bann.

Musikalisch umrahmt wurde dieser Festakt von der Hausmusik Brosinger. Anschließend konnten sich die Besucher in lockerer Atmosphäre bei Getränken und Fingerfood unterhalten und das Fest ausklingen lassen.

Text: Ursula Stachel und Stefan Hofbauer

Bilder vom Jubiläum